Das Konzept

Durch meine wissenschaftliche Arbeit und den langjährigen Austausch mit Familien und Fachkräften, die autistische Menschen im Alltag begleiten, ist ein Konzept entstanden, das die Kontakt- und Beziehungsgestaltung in den Vordergrund stellt.
 

Da der innere Bezugsrahmen des Klienten auf Grund seiner autistischen Störung für sein Gegenüber oft nur schwer nachvollziehbar ist, gilt es Beziehungsebenen zu erarbeiten und Fähigkeiten auszubilden, spontan auf den Klienten zu reagieren. Dies setzt eine besondere Sensibilität für das nicht-sprachliche Erleben voraus. Dabei geht es um sehr feine, fast unmerkliche Reaktionen, die oft übersehen werden. Zum Beispiel: Veränderung des Gesichtsausdrucks, des Atemrhythmus oder der Augenbewegungen, Zurückweichen des Körpers oder kaum hörbare Laute. Solche Reaktionen bieten Kontaktmöglichkeiten.
 

Eine erfolgreiche Beziehungsaufnahme ist die Grundlage für alle weiteren therapeutischen Prozesse. Erst wenn die Kommunikationskanäle geöffnet sind, können wir den autistischen Menschen aus seiner Isolation begleiten und langfristig herausforderndes oder autoaggressives Verhalten reduzieren.
 

Das Konzept lehrt Angehörige und Fachkräfte Methoden und Techniken für eine erfolgreiche Kontakt- und Beziehungsgestaltung im Alltag. Elemente aus der musik- und bewegungstherapeutischen Arbeit dienen als Brücke zur Kontaktanbahnung. Körpereigene Ressourcen wie Stimme, Klangfarbe, Atmung und Bewegung bieten Möglichkeiten, Emotionen auszudrücken und besser regulieren zu können. Durch individuelle Interventionen wird das Erleben des Klienten angeregt und seine Wahrnehmungsfunktionen gestärkt.

Ganzheitlich angelegte Ansätze werden im pädagogischen und psychosozialen Kontext zunehmend wichtiger. Die grundlegende Voraussetzung für eine tiefgreifende und nachhaltige Beziehungsgestaltung ist ein stabiles und zugleich dynamisches Umfeld, welches im Rahmen der Prozessarbeit u.a. durch Workshops, konkrete Supervisionen und Fallbesprechungen gemeinsam erarbeitet und gestaltet wird.

Brücken bauen.

Pic by Aleksandr Barsukov
Image by Mona Eendra

Angebot

Ich begleite Angehörige und Fachkräfte mit dem Ziel, die Beziehungsqualität zu ihrem autistischen Kind oder Klienten ganzheitlich und tiefgreifend zu fördern.

Durch einen systemischen Blick auf das gesamte Umfeld und durch Methoden der Achtsamkeit wird die eigene Selbstwirksamkeit im persönlichen und beruflichen Handeln nachhaltig gestärkt. Interaktionsmuster und Gegenübertragungen werden ressourcenorientiert beleuchtet und hinterfragt, um daraus Handlungssicherheit zu entwickeln.