Auf dem Weg zur Diagnostik und Behandlung
Akute Unterstützung und Begleitung für Familien
Hilfe zur Selbsthilfe

Die Gedanken schleichen sich langam ein... und plötzlich bemerkt man immer öfter, dass “etwas nicht stimmt” oder “mein Kind anders ist”.

 

Auf der Suche nach Antworten, fühlen sich Betroffene nicht selten allein gelassen. In manchen Fällen kann es Jahre dauern bis ein Gutachten für ein Kind erstellt wird. Es gibt zu wenig spezialisierte Anlaufstellen, die Menschen bei Verdacht auf Autismus, bzw. noch vor der Diagnose unterstützen und umgehend Hilfe leisten können. Die Schwierigkeiten werden oft nicht richtig ernst genommen oder verharmlost. Das bedeutet, dass viele Kinder mit Autismus, ADHS und anderen Herausforderungen zunächst unbehandelt bleiben, was in einen Teufelskreis führt.

Selbst wenn die Diagnose gestellt wurde, befinden sich die Familien in extrem belastenden Situationen und wissen nicht, wie sie ihre Ressourcen richtig einsetzen sollen. Im Spannungsfeld zwischen bürokratischen Anforderungen und dem Wunsch, der gesamten Familie möglichst gerecht zu werden, erfordern diese neuen Lebensumstände viel Kraft und Durchhaltevermögen.

 

Sollten Sie oder jemand in Ihrem Umfeld in dieser oder einer ähnlichen Situation sein, biete ich Hilfe zur Selbsthilfe. Ich begleite Sie vor Ort, telefonisch und online. Bereits kleine Anpassungen im Alltag, gezielte Techniken und eine autismussensible Haltung können tiefgreifende Verändungen bewirken und aus dem Teufelskreis führen.

Gefühle der Angst und Verzweiflung sind normal und gehören zu diesem Prozess dazu. Die Grundlage für alle weiteren Schritte ist ein stabiles und zugleich dynamisches Umfeld, welches im Rahmen der Prozessarbeit gemeinsam erarbeitet und gestaltet wird.

Autismus im Teufelskreis
Autismus im Engelskreis

Wie begegne ich meinem Kind, das meinen Kontakt ablehnt? 

 

Eine Kontaktstörung bedeutet nicht, dass das Kind keinen Kontakt will. Im Gegenteil. Beziehung, Kontakt, das Gefühl der Verbundenheit — sind Grundbedürnisse eines jeden Menschen. Die Annäherung an ein autistisches Kind beginnt auf einer anderen Ebene, doch verfügen Eltern anfangs oft nicht über diese speziellen Kommunikationsmittel und müssen zunächst lernen, ihrem autistischen Kind entsprechend zu begegnen. Weitere Informationen...

Autismus: Unterstützung für Familien

Meine Arbeit fokussiert sich auf Folgendes:​

  • Autismussensible Beratung und Begleitung

  • Stabilisierung belasteter Familien

  • Akute Maßnahmen zur Bewältigung der familiären Herausforderungen

  • Unterstützung für die Beziehungsgestaltung

  • Entwicklung individueller Interventionen für den Alltag

  • Methoden der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion

Pic by Caroline Hernandez
Betroffene bekommen von vornherein nicht die richtige Hilfe, die sie benötigen -  stattdessen verschlimmert sich die Situation innerhalb der Familie und damit oft auch die Symptomatik.

Die Geschichte einer Mutter

"Der Weg war hart und hatte viele persönliche und wirtschaftliche Folgen für unsere gesamte Familie. Die Strapazen, die wir auf uns genommen haben, waren meist völlig unnötig. Manchmal frage ich mich, wie es wohl gelaufen wäre, wenn uns jemand ernst genommen hätte, als unsere Tochter zwei Jahre alt war.

Wir hatten den Eindruck, dass die Menschen, die wir um Rat fragten, uns gar nicht unterstützen wollten, sondern uns am liebsten einfach weggeschickt hätten. Sie hatten oft überhaupt keine Ahnung von Behinderungen, vor allem nicht von Autismus, aber gleichzeitig saßen sie in diesen wichtigen Positionen und entschieden über Familienschicksale. Es war eine nicht enden wollende Farce. Wir mussten ständig versuchen, die Sachbearbeiter davon zu überzeugen, dass unsere Tochter so schnell wie möglich Unterstützung brauchte und dass es nicht an mangelnden Erziehungsfähigkeiten lag.
 
Und plötzlich merkt man, dass man all seine Energie darauf verwendet hat, das System zum Laufen zu bringen, anstatt seinem Kind zu helfen.
In diesen Umständen eine kompetente Ansprechpartnerin zu haben, bedeutet, dass wir uns als Familie nicht mehr so isoliert fühlen. Ich wünsche jeder betroffenen Familie eine Person an ihrer Seite, die ihnen durch ihr Wissen und ihre eigenen Erfahrungen bestimmte Umwege nehmen und vor allem beratend zur Seite stehen kann. Das Gefühl, nicht mehr so allein zu sein und in den dunkelsten Momenten das Licht in die richtige Richtung geleuchtet zu bekommen, verändert wirklich alles. Es bleibt die Energie, die wir brauchen, um unsere Tochter in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen."

Informationen für Eltern

Entwicklungspsychologischer Hintergrund

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die sich durch eine eingeschränkte Beziehungsfähigkeit und einer Störung in der Wahrnehmungsverarbeitung auszeichnet. Man geht davon aus, dass ein autistischer Mensch nicht in der Lage ist, sich ohne Weiteres auf einen anderen Menschen zu beziehen. 

 

Was bedeutet das?

Sowohl die Beziehungsfähigkeit, als auch die Fähigkeit Reize sensorisch zu verarbeiten, bilden sich beim Ungeborenen während der Schwangerschaft aus. Bereits im Mutterleib wird der Fötus durch seine eigenen Bewegungen und Geräusche, und der Bewegungen und Geräusche seiner Mutter (z.B. Herzschlag, Atmung, Verdauung) stimuliert. Durch diese Stimulation werden die Sinne verknüpft. Über die Sinne geht der Säugling mit sich selbst und mit seiner Mutter in Beziehung.

Nach der Geburt werden die einzelnen Sinnesbereiche durch die ständige Stimulation von außen (der Umgebung) und innen (dem eigenem Körper) weiter verknüpft. Die Eltern unterstützen den Säugling intuitiv bei seiner Emotionsregulation, indem sie ihn zum Beispiel trösten, beruhigen und seine Gefühle benennen (traurig, wütend, usw.). Auf diese Weise nimmt sich das Kind als wahrgenommen, geborgen und angeregt wahr und entwickelt seine Identität, Selbstwirksamkeit und Selbstregulation.

Da ein autistischer Mensch zuerst nicht jede Form der Zuwendung und Pflege uneingeschränkt annehmen kann, besteht die Herausforderung darin, sein individuelles Bedürfnis zu erkennen und zu üben. Zum Konzept...