Warum ich meinen Jahresbeginn um ein paar Wochen nach hinten verschiebe
- Clara Chill

- 6. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Im Januar starte ich nichts – und das hat gute Gründe!

Herzlichen Glückwunsch, Du bist in der zweiten Kalenderwoche angekommen.
Ein Jahreswechsel, ein neues Jahr – all das ruft laut nach Neuanfang, nach Veränderung, nach „Jetzt wird alles anders.“
Und irgendwie fühlt sich gerade gar nichts nach Neuanfang an. Im Gegenteil: Ich erlebe diese Zeit als schwer, ermüdend, zäh.
2025 war ein Jahr tiefgreifender innerer Bewegungen. Der Abschied von alten Mustern. Das bewusste Lösen überholter Paradigmen. Ein ehrliches Hinterfragen dessen, was sich nicht mehr stimmig angefühlt hat. Aus diesen inneren Prozessen heraus sind dann für den ein oder anderen sehr konkrete Schritte entstanden: Ein Umzug. Ein neuer Job. Der Sprung in die Selbstständigkeit. Entscheidungen, die das Leben sichtbar verändern sollten.
Gegen Ende des Jahres hat sich dann plötzlich etwas ganz anderes eingestellt: Zweifel. Eine tiefe Verunsicherung. Gedanken wie „So habe ich mir das überhaupt nicht vorgestellt“, „Irgendwie stehe ich immer noch am Anfang“ oder dieses subtile Gefühl, komplett falsch abgebogen und dem Hamsterrad immer noch nicht entkommen zu sein.
Dieser Zustand hält nun schon eine kleine Weile an – und er berührt sehr existenzielle Themen: Geld. Sicherheit. Partnerschaft. Berufung. Selbstwert. Die große Frage: „Warum bin ich überhaupt hier?“
All das ist nun mit ins neue Jahr übergeschwappt.
Meinem Empfinden nach werden auch die kommenden Wochen noch davon geprägt sein. Und nein: Das ist kein Rückschritt. Es ist eine Einladung. Eine Einladung, die Ruhe zu bewahren. Selbst dann, wenn sich im Außen noch nichts zeigt, was Dir bestätigt, dass Du auf dem richtigen Weg bist. Diese kommenden Wochen laden Dich ein, im Vertrauen zu bleiben. Nicht aufzugeben. Nicht wieder umzulenken. Sondern bei dem zu bleiben, wohin Dich Deine Intuition in den letzten Jahren geführt hat.
Erst ab Mitte Februar beginnt im chinesischen Kontext das neue Jahr – das Jahr des Feuerpferdes. Was für ein starkes Bild: Du sitzt auf einem Pferd, das mit enormer Kraft durchs Jahr reitet – lebendig, frei, ungezähmt und teilweise auch unberechenbar.
Dieses Feuer wirkt wie Rückenwind.
Es unterstützt Dich dabei, Dinge umzusetzen, die Du innerlich vielleicht schon lange vorbereitet hast: Sichtbarer zu werden. Klarer zu handeln. Deinen Platz einzunehmen. Das Feuerpferd trägt Dich höher. Es verschafft Dir eine neue Perspektive. Von dort aus kannst Du Dinge erreichen, die vorher außer Reichweite lagen – wie die Früchte der letzten Jahre, um sie endlich zu ernten.
Gleichzeitig braucht das Feuerpferd Deine bewusste Führung: Wohin lenkst Du diesen Schwung? Handelst Du aus dem Herzen – oder aus Übermut? Lässt Du Dich vom Pferd durch die Gegend jagen oder gehst Du mit diesem intelligenten Wesen in eine achtsame Verbindung?
Wenn ich weiter in das Jahr 2026 hineinspüre, zeigt sich mir ab Frühling deutlich: Dinge kommen in Bewegung, die wir uns jetzt kaum vorstellen können. Momente, die uns mit großer Klarheit erinnern:
„Ich weiß, warum ich hier bin. Ich weiß, warum ich diesen Weg gegangen bin. Und ich weiß, wofür all dieser Schmerz gut war.“
Nutze den Schwung des Feuerpferdes ab Mitte Februar, handle aus dem Herzen heraus und gehe dabei immer wieder in Kontakt mit der Erde (also steige zwischendurch auch mal ab vom Pferd und spüre den Boden unter Deinen Füßen).
Und worum geht es, bevor sich das Feuerpferd Mitte Februar zeigt?
• Erinnere Dich immer wieder daran, dass Du auf dem richtigen Weg bist – auch ohne Beweise im Außen dafür zu brauchen.
• Übe Deinen festen Sitz, halte Dich selbst, besonders dann, wenn Unsicherheit oder alte Ängste auftauchen (das ist eine Übung, die Dir später auch Stabilität und Sicherheit auf dem Feuerpferd gibt.)
• Nimm Unterstützung an, wenn es zu viel wird.
• Suche Dir Menschen und Umgebungen, die Dich regulieren und nähren.
• Erlaube Dir, nicht alles allein tragen zu müssen.
Wir sind soweit gekommen. Jetzt genießen wir einfach mal den vermeintlichen Stillstand. Denn bald schon, oh ja, sehr bald.... wird es feurig und dann geht so richtig die Post ab. Happy New Year!



